Aussichtsturm auf dem Dürsberg in Hybridbauweise (Holz und Stahl)

Der bestehende Holzturm (erbaut 1981) weist massive Schäden auf. Er wurde gesperrt und wird entfernt.


Die Grundrissform besteht aus einem konvex gerundeten Dreieck, bei dem sich die Mittelpunkte von Kreisbogensegmenten jeweils in den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks befinden.

Ein konvexes Dreieck auf Höhe der obersten Aussichtsplattform ist gegenüber dem Boden um 90° verdreht.

Alle Punkte auf dem unteren Umriss werden durch einfache gerade Stäbe mit den entsprechenden Punkten der oberen Form verbunden.

Auch jede Zwischenebene folgt der Grundrissform, wobei es aufgrund der Verdrehung in der Mitte des Turms zu einer Einschnürung kommt. Die Aufweitung zum Fußpunkt hin erhöht die Stabilität, die Aufweitung nach oben vergrößert das Aussichtsplateau.

Gerade Rundholzstabzüge bilden zusammen mit dahinterliegenden Stahlelementen die lastabtragende Haut des 27m hohen Turms. Die Holzstäbe werden durch horizontal dahinterliegende Stahlrundrohre verbunden und ebenenweise mit diagonalen Zugstäben stabilisiert. Im Zusammenspiel aller Elemente bilden sich drei miteinander verbundene Schalen.

Der Turm besitzt in seinen Drittelspunkten Montagestöße, so dass jeweils ein Turmdrittel am Boden vormontiert und anschließend aufgesetzt werden kann. In der Höhe werden dann nur noch die Verbindungselemente kraftschlüssig miteinander verbunden.

Alle Hölzer werden kesseldruckdampfimprägniert. Sämtliche Stirnflächen der Rundhölzer werden durch Überdeckungen vor Niederschlag konstruktiv geschützt. Die Gründung des Turms erfolgt auf dem Bestandsfundament.

Die Silhouette des Turmes verändert sich in Abhängigkeit der Blickrichtung kontinuierlich.

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PROJEKTDATEN

Bauherr:
Gemeinde Sonsbeck

Planungspartner:
Architekt Dipl.-Ing. J.-Ulrich Blecke, Warstein
Dr.-Ing. Christoph Spiekermann, Erfurt

Ausführung: 2021