Aussichtsturm am Möhnesee (Realisierungswettbewerb 1. Preis)

Blick von oberster Plattform

Die Grundrissform des Turms mit einer Gesamthöhe von 35,20m besteht aus einem konvex gerundeten Dreieck, bei dem sich die Mittelpunkte der drei Kreisbogensegmente jeweils in den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks befinden.

Ein gleich großes konvexes Dreieck auf Höhe der obersten Aussichtsplattform ist gegenüber dem Boden um 60° in eine Richtung verdreht. Alle Punkte auf dem unteren Umriss sind durch einfache gerade Stäbe mit den entsprechenden Punkten der oberen Form verbunden.

Die im Grundriss insgesamt nur 36 Rundhölzer bilden zusammen mit den dahinter liegenden Stahlelementen die Last abtragende Haut des Turms. Sie werden pro Treppenumlauf (je 2,82m) durch horizontal dahinter liegende Stahlrundrohre verbunden und ebenenweise mit sehr schlanken diagonalen Stahlstäben rückverankert.

Die Geometrie des Tragwerkes ist holzbaugerecht, da nur gerade Rundstäbe aus heimischem Schnittholz und einfache gelenkige Verbindungen verwendet werden.

Im Zusammenspiel aller Elemente bilden sich drei steife und miteinander über größer dimensionierte Eckhölzer (rot) verbundene Schalen.

Ausgehend von einer einfachen Geometrie ergibt sich so ein optisch geschlossener Turm, der beim Umlaufen aus jedem Blickwinkel eine neue organisch anmutende Silhouette bietet.

Der “Tanz der Stäbe“, der sich aus der dynamischen Formänderung beim Umwandern des Turmes ergibt, wird durch die roten Eckhölzer noch unterstrichen.

Der in drei Richtungen vorhandene Blick über ein “Schiffsbug“ unterstreicht die Einbindung des Turmes in ein regional als Marke bekanntes Waldmeer-Projekt.

PROJEKTDATEN

Auslober:
Zweckverband Naturpark Arnsberger Wald

Objektplanung:
maas-ingenieure und Johannes Ulrich Blecke

Entwurf:
2013