Rodentelgenkapelle - Arnsberg Bruchhausen

Die kunsthistorisch bedeutsame Kapelle Rodentelgen (seit 1984 Baudenkmal) sollte für die nächsten Generationen tragkonstruktiv gesichert werden.

Es lassen sich vier Bauabschnitte feststellen. Der Westgiebel und Teile der Nordwand bestehen aus Ruhrsteinen. Nur dieser älteste Teil (erbaut ab 1450) überstand 1464 das Hochwasser der Ruhr.

Der Wiederaufbau erfolgte mit einer Fachwerkkonstruktion und dem seither unverändert erhaltenen Dachstuhl. 1659 wurde die Kapelle nach Osten mit einer weiteren Fachwerkkonstruktion erweitert.

Eine halbrunde Sakristei in Bruchsteinbauweise mit Halbkegeldach wurde als vierter Bauabschnitt nur zehn Jahre später an den damaligen Ostgiebel angesetzt. Sie konservierte die dort befindlichen kulturhistorisch bedeutsamen Schnitzereien.

Die Bestandsaufnahme zeigte eine Vielzahl von vorausgegangenen, nicht immer sachgerecht ausgeführten Reparaturen.

Die Maßnahmen zur Sicherung und Wiederherstellung der Standsicherheit beinhalten u.a. die Aussteifung des Dachstuhls, die Sanierung der pilzbefallenen und verrotteten Fachwerkbalken in den Wänden und in diesem Kontext die Ertüchtigung der Wasserführung. Die Eingriffe erfolgen unter der Maßgabe, den Bestand so weit wie möglich zu erhalten und zu schonen.

Begleitet wird die Maßnahme durch das Mittelalter Referat und die Bauforschung des LWL in Münster.

PROJEKTDATEN

Bauherr:
Kirchengemeinde St. Maria Magdalena, Bruchhausen

Architekt:
clemensundmaas architektinnen, Arnsberg

Ausführung:
2010