Aussichtsturm der optischen Telegrafenlinie, Station Nr. 31 - Nieheim Entrup, Lattberg

Auf dem Lattberg soll ein neuer Aussichtsturm weite Ausblicke ermöglichen und an die optische Telegrafie in Preußen (1833-1849) erinnern.

Der Entwurf sieht eine reine Holzkonstruktion vor. Der Turm hat drei Zwischenebenen und eine Aussichtsplattform in ca. 21m Höhe.

Die Grundebene und die Ebene der Aussichtsplattform werden durch Rechtecke mit Abmessungen von ca. 4,40m x 7,00m gebildet. Die Ebene der Aussichtsplattform ist gegenüber der Grundebene um 90° gedreht angeordnet. Die Verbindung der Seiten dieser Rechtecke führt zu trapezförmigen Wandflächen. Dabei neigen sich die Flächen, die unten breit und oben schmal sind, dem Ankommenden entgegen. Die beiden anderen Wandflächen weichen nach oben hin zurück.

Die so entstehende Dynamik spiegelt sich auch in den Innenräumen wider. So betritt der Besucher unten einen schmalen, länglichen Raum, der seine Gestalt beim Aufstieg bis zur Turmmitte zu einem Quadrat und in der oberen Turmhälfte wieder zurück zu einem Rechteck entwickelt, welches nun aber eine andere Ausrichtung hat.

Insgesamt ist der Turm sehr einfach und damit kostengünstig strukturiert. Die Treppen und die Zwischenebenen werden als zimmermannsmäßige Holzkonstruktionen ausgebildet. Die Wände können aus Holzfachwerken gebildet werden. Auf einer vorgesetzten Lattung werden Lärchenholzschindeln aufgebracht, die dem Turm seinen massiven Charakter verleihen.

PROJEKTDATEN

Objektplanung:
maas-ingenieure und Johannes Ulrich Blecke

Entwurf:
2009