Waldarbeitsschule - Arnsberg

Das forstliche Zentrum für die Waldarbeit und Forsttechnik (Waldarbeitsschule) liegt am Rande des Arnsberger Walds. Dieses größte Waldgebiet in NRW bietet für die Belange der Schule optimale Bedingungen. Der Neubau wurde dementsprechend in Holzbauweise unter Verwendung heimischer Hölzer errichtet.

Die größten Räume mit einer Grundfläche von je 12m x 13m sind die beiden Lehrräume im den Flügeln des U-förmigen Gebäudekomplexes. Der Tragwerksentwurf sieht hier, wie in den anderen Gebäudeteilen auch, Holzdecken mit einer Stützweite von max. 6,25m vor. Dies wird durch die Ausbildung der über den Räumen liegenden Flurwände als wandartige Träger aus BSH-Bindern erreicht.

Zwischen den Brettschichtbindern und den Wandtafeln, deren Ständer die Zugkräfte aus den angehängten Decken aufnehmen, sind Fugen ausgeführt. Diese verhindern, dass aufgrund des Quellens und Schwindens der großen Binder im jahreszeitlichen Wechsel Zwängungen in den Bauteilen entstehen.

Die Fluchttreppenhäuser werden aus Gründen des Brandschutzes in Massivbauweise ausgebildet.

Im Obergeschoss befinden sich ausschließlich kleine Räume. Sie dienen vorwiegend als Schlaf- bzw. Aufenthaltsräumlichkeiten für Seminarteilnehmer. Die Flurzonen bilden die Ebenen, in denen die wandartigen Träger eingebaut werden. An diesen werden die Decken über dem EG aufgehängt.

IIm Erdgeschoss befinden sich die großen stützenfreien Schulungsräume. Die Dreifeld-Balkendecken über dem EG wurden mit Gerbergelenken ausgeführt. So können Verformungen aus dem Quellen und Schwinden der großen Binder zwängungsfrei aufgenommen werden.

In Analogie zur Tragkonstruktion über den Seminarräumen verlaufen BSH-Überzüge in der Eingangshalle über den beiden Stützenreihen. An diesen sind die Lastverteilungsträger angehängt.

PROJEKTDATEN

Objektplanung:
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Architekt:
Peter Gerbracht und Andrea Fischer

Ausführung:
2007-2008